Aus dem Kulturverein Leegebruch wird der Theaterverein Leegebruch: Der Kulturverein Leegebruch e. V. feiert im nächsten Jahr sein 20-jähriges Bestehen.

Einst gegründet zum Erhalt des Volkshauses, hat er in den letzten Jahren mit vielen Veranstaltungen das kulturelle und gesellschaftliche Leben in Leegebruch bereichert.

Der sonntägliche Jazzfrühschoppen stellte stets einen der Höhepunkte im Vereinsjahr dar. Bei meist sommerlichen Temperaturen erfüllte Dixieland-Musik die romantische Kulisse unter den alten Eichen. Da ließ sich so mancher ein gutes Glas Rotwein oder Kaffee und Kuchen schmecken. Besonders beliebt bei den Besuchern aus Leegebruch und der näheren Umgebung waren die Auftritte der Band „Wedding Skiffle“. Dabei entlockte die Musikerin einem Waschbrett besondere Klänge. Auch die Länderabende hatten ihr festes Publikum. Ob Frankreich, Italien, Polen, Österreich oder Amerika vorgestellt wurden, immer erfuhren die Besucher viel über „Land und Leute“ und konnten bei einem Quiz interessante Preise gewinnen. Dazu gab es Live-Musik und so manche Überraschung. Mal luden griechische Musiker zum Sirtaki-Tanzen ein, mal erfreuten sich die Besucher an dem Auftritt einer Flamenco-Tänzerin mit ihrem Gitarristen. Der Anspruch, dazu auch landestypische Speisen und Getränke anzubieten, stellte die Vereinsmitglieder immer wieder vor Herausforderungen. Wie kocht man polnisches Bigos, wie spanisches Gazpacho? Was ist das Besondere an schwedischem Apfelkuchen? Auch wir haben immer wieder dazugelernt.

Um diese Veranstaltungen durchzuführen waren viele Helfer nötig. Genehmigungen zum Ausschank mussten eingeholt und Musik bei der GEMA angemeldet werden. Der Einkauf war zu erledigen, die Frauen waren mit Kochen und Backen beschäftigt, die Männer mit dem Zeltauf- und -abbau und dem Heranschaffen und Zurückbringen von Tischen und Stühlen, Dekoration war anzubringen und vieles mehr.

Wir haben das gerne gemacht und von den Besuchern auch viel Zuspruch erhalten. Das geschah manchmal in Form eines Lobes oder auch durch eine großzügige Spende in den Hut, der herumgereicht wurde. Unser Ziel war es, die kulturellen Angebote im Ort zu ergänzen, das Miteinander zu fördern und Leegebruch in der näheren und weiteren Umgebung besser bekannt zu machen. Außerdem hatten wir Vereinsmitglieder auch selbst Spaß an den Veranstaltungen.

Inzwischen hat sich der Schwerpunkt der Vereinsarbeit auf die Arbeit der Theatergruppen verschoben. Sowohl die von Marlies Hellmich und Katrin Wernecke geleitete Kindertheatergruppe „Theaterpflänzchen“ als auch die Theatergruppe „Misch-Masch“ unter der Leitung von Ellen Vanselow haben in den letzten Jahren mit ihren Aufführungen viel Freude bereitet.

Die Mitgliederversammlung hat am 4. November beschlossen, den Kulturverein Leegebruch e. V. in den Theaterverein Leegebruch e. V. umzuwandeln.

Das Ziel des Vereins ist laut Satzung „die Förderung künstlerisch-kultureller Zwecke in der Gemeinde und im Umland von Leegebruch. Der Vereinszweck wird insbesondere durch die Inszenierung und Aufführung von Theaterstücken, sowie der Organisation anderer kultureller Veranstaltungen im Sinne des oben genannten Vereinszwecks verwirklicht.“

Wolfgang Rumpf, Intendant des Berliner Kriminaltheaters, hat sich dazu bereit erklärt, die künstlerische Leitung des Vereins zu übernehmen.

Der amtierende Vorstand, bestehend aus Ellen Vanselow, Siegfried Heuer, Angela Rütz und Ute Hartmann, wird durch diese Aufteilung entlastet und hat angekündigt, bei den Vorstandswahlen im nächsten Jahr erneut zu kandidieren.

Die Vereinsmitglieder freuen sich, dass es auf diese Weise gelungen ist, den Verein weiterzuführen.

Bedanken möchte sich der Verein bei der Gemeindeverwaltung für die Unterstützung, insbesondere dafür, die Alte Kapelle kostenlos nutzen zu können. Wir teilen die Kapelle seit einigen Jahren mit dem Verein „NoAlc“ und hoffen auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit.

 

Für den Vorstand
Ute Hartmann