Die Teilnehmer des Aktionstages vor der Birkenallee 35

Vom Rundgang: Blick hinter historische Leegebrucher Gemäuer am 7.9., dem Vorabend des Tages des Offenen Denkmals

Mit zwanzig interessierten Teilnehmern startete am Samstagmorgen, den 7. September, ein Rundgang durch den Ort und machte an drei Stationen Halt: Historisches galt es mal näher zu beschnuppern. Es war eine Aktion des Leegebruch Journals.

Das einzig unter Denkmalschutz stehende Siedlungshaus in der Birkenallee 35 war Treff- und Ausgangspunkt des Spaziergangs.
Schon hier zeigte sich nicht nur Neugierde sondern es lag auch viel Gesprächsstoff rund um das nun Stück für Stück fast Original wieder zu erstehende Objekt in der Luft. Familie Zunker gab bereitwillig Auskunft. Ob es nun bauliche Veränderungen im Innern, der erst vorige Woche angebrachte Außenputz oder die Umfunktionierung des Hühnereinstiegs zur Katzenklappe ins Haus war. Viel beachtet: ein 1938 angebrachtes Hauszeichen, das den Krieg überstanden hat.

Sehr professionell präsentierte sich dann die zweite Station in der Straße der Jungen Pioniere Nr. 14: Ein ausgebautes Siedlungshaus, das vom Ehepaar Dorn-Baltus zwar angelehnt an historische Elemente und sie aufnehmend, aber freizügiger in der Gestaltung gehandhabt wurde, weil hier kein Denkmalschutz im Spiel war. Immerhin hatte man hier eine Fast-Ruine mit Tausenden Holzwürmern und morschen Balken wieder aufgebaut. Fotos und Dokumente – überall präsent – gaben Einsichten von früher – fast wie in einem Museum – alles liebevoll vorbereitet und durchdacht. Der Lohn waren viele löchernde Fragen …

Den großen Bogen in frühere Zeiten zog dann Ingrid Schleusener auf ihrem Bauernhof in der Dorfstraße 1.
In einem reizenden Dirndl auftretend, ließ sie die ihr lauschende Gruppe am Leben und Wandel sowie ihrer Liebe und Hingabe auf und zu dem Gehöft, das früher Teil des Remontegestüts war, teilnehmen. Ein Hingucker: der Hanomag-Traktor auf dem Hof. Ein Lächeln in den Gesichtern der Teilnehmer am Rundgang verriet: Wir verstehen das. Und bewundern diesen Lebensweg.

Das trifft auch auf alle anderen Gastgeber dieses Rundgangs zu, den ein großer Dank für diese Offenheit und das Mitmachen gilt.

Ein echtes Leegebrucher Bio-Ei vom Bauernhof nebst einem Leegebruch-Pin gab es noch für jeden Teilnehmer auf den Heimweg zur Erinnerung nach einem schmackhaften Buffet mit Getränken in der Bauernstube an den erlebnisreichen Rundgang.

Liane Protzmann